Drei parallele Workshops

 

1. In der Höhle der Löwen – Start-up meets Investor

 

2. Ehrlich währt am längsten – Gilt dies auch wirklich bei internationalen Schiedsgerichtsverfahren in Vertragsstreitigkeiten?

 

3. Sekunden, die Millionen kosten – Kronzeugenantrag im Kartellrecht

 

In der Höhle der Löwen – Start-up meets Investor

Die Zeit ist reif! – Das denken sich derzeit viele junge Universitätsabsolventen und gründen ihr eigenes „Start-up“ Unternehmen. Die Gründerszene boomt im Ruhrgebiet so stark wie nie, ein eigenes Start-up „Ökosystem“ mit Ideenschmieden, Förderern und Kapitalgebern ist dabei, sich zu etablieren. Wer seine Idee verwirklichen und zur Marktreife bringen möchte, der benötigt Kapital. An dieser Stelle stoßen Gründer und Investoren aufeinander, die mit teils unterschiedlichen Zielsetzungen zusammenarbeiten wollen.

In unserem Workshop versetzen wir Sie in die Situation des Gründers bzw. des Venture Capital-Investors. Die Gründer haben an der Universität ein innovatives Technologieprodukt entwickelt und ihre Erfindung bereits in ein eigenes Unternehmen ausgegründet. Doch nunmehr sind die Eigenmittel erschöpft. Um ihre Geschäftsidee auszubauen, insbesondere die Serienproduktion zu starten und das Produkt zu vermarkten, benötigen sie also fremdes Kapital. Zu diesem Zweck möchten sie einen Venture Capital-Investor an ihrer Gesellschaft beteiligen.

Wir erarbeiten aus den Blickwinkeln der Gründer und des Investors die jeweiligen Interessen und Zielsetzungen. Diese unterschiedlichen Positionen werden Sie dann in zwei Gruppen – Gründer und Investoren – verhandeln und versuchen, das bestmögliche Ergebnis für Ihre jeweilige Gruppe zu erzielen.

 

Ehrlich währt am längsten – Gilt dies auch wirklich bei internationalen Schiedsgerichtsverfahren in Vertragsstreitigkeiten?

Grenzüberschreitende Verträge unterliegen häufig dem UN-Kaufrecht. Dies kann zu Schwierigkeiten bei der Auslegung der Verträge führen, weil die Parteien, die in ihrem Rechtsverständnis durch die in ihrem Land gültige Rechtsordnung geprägt sind, ein unterschiedliches Rechtsverständnis haben. Das unterschiedliche Verständnis der Parteien wird erfahrungsgemäß erst in der Krise virulent. In der Regel verständigen sich die Parteien in ihren Verträgen zudem auf die Durchführung eines Schiedsgerichtsverfahrens an einem „neutralen“ Ort. Der Konflikt der Parteien überträgt sich dann auf das Schiedsgericht. Die von den Parteien benannten Schiedsrichter sind häufig nichts anderes als Parteivertreter.

In diesem Workshop werden anhand eines Falles aus der Praxis die Tücken der Vertragsgestaltung bei grenzüberschreitenden Verträgen aufgezeigt. In der Sache geht es um Ansprüche eines deutschen Unternehmens gegen seinen gerissenen russischen Vertragspartner.  Zentrale Themen des Workshops werden sein:

  • Die Ausgestaltung von Schiedsgerichtsklauseln in Verträgen – Was ist zu beachten?
  • Was hat ein Schiedsgericht zu beachten, damit sein Schiedsspruch wirksam ist?
  • Wie werden Schiedsgerichtssprüche vollstreckt?
  • Wann kommt das UN-Kaufrecht zur Anwendung und was ist dann bei der Auslegung von Verträgen zu beachten? Wie ist die Abgrenzung des UN-Kaufrechts zum nationalen Recht?

 

Sekunden, die Millionen kosten – Kronzeugenantrag im Kartellrecht

Preisabsprachen können zu einer Geldbuße in Millionenhöhe führen – das ist aus den Medien bekannt. Wie man aber als Kartellant eine solche Geldbuße durch einen Kronzeugenantrag vermeiden kann, ist ein gut gehütetes Geheimnis unserer Kartellrechtler. Wir lüften den Schleier und zeigen Ihnen, wie man Kartellrechtsverstöße aufdeckt und hohe Geldbußen vermeidet. Der Workshop enthält die folgenden Themen:

  •  Krisensituation mit der Geschäftsleitung – wie reagiert man richtig?
  •  Kartellrechtsverstöße analysieren – was kostet wie viel?
  • Wettlauf mit der Zeit – Tricks und Kniffe bei einem Kronzeugenantrag
  • Kommunikation ist alles – wie man Kartellrechtsverstöße nach außen hin „verkauft“
  • Der Tag danach – wie man weitere Schäden abwehrt

 

 

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